Ruhr Reggae Summer 2026

Line-Up

Zion Mar­ley, Tiken Jah Fakoly, Romain Vir­go, DJ Mac, Skar­ra Muc­ci x Manudig­i­tal, Mil­lion Stylez, The Har­bin­gerz, Kumbia Boru­ka u.v.


Datum

28.–30. August 2026

Venue

Ruhrsta­dion, Mülheim/Ruhr, Deutsch­land

Tickets

Hier lang


Dinge anders machen und anders denken. Das war von jeher ein Ansatz, den der Ruhr Reg­gae Sum­mer ver­fol­gt hat. Das ist auch in diesem Jahr nicht anders. Wer sich ein wenig mit Fes­ti­val-Poli­tik beschäftigt, dürfte wis­sen, dass der Vorverkauf für Veranstalter:innen wichtig ist. Denn das erle­ichtert die Pla­nung erhe­blich.

Um nicht gle­ich mit der Tür ins Haus zu fall­en beziehungsweise mit dem voll­ständi­gen Line-Up um die Ecke zu kom­men, hat man sich beim RRS etwas ein­fall­en lassen. Wem das am 06. Juli veröf­fentlichte Line-Up nicht zusagen sollte, kann die bere­its erwor­be­nen Tick­ets inner­halb von 30 Tagen zurück­geben – ganz unkom­pliziert. Also zuschla­gen, bevor der Fly­er mit der kom­plet­ten Liste an Acts her­aus­gegeben wird.

Adver­tise­ment:

Mit der Tak­tik, das Line-Up peu á peu zu streuen, soll zudem die Vor­freude langsam gesteigert wer­den und das Geheim­nis um die bevorste­hen­den Auftritte noch etwas erhal­ten bleiben. Bald wis­sen wir mehr.

Bevor die Acts ins Visi­er genom­men wer­den, noch ein paar Bonus­punk­te, die den RRS beson­ders machen. Viele loben die Fam­i­lien­fre­undlichkeit des Fes­ti­vals. Genau­so wie den Sound, für den eine einge­spielte Tech­nikcrew ger­ade ste­ht. Dann gibt es eine ganz spezielle Bühne. Ein Steg ermöglicht ein­er größeren Mas­sive, näher an den Artists zu sein.

Auf die wer­fen wir jet­zt einen Blick. Lau­ryn Hill und Rohan Mar­ley haben der Reg­gae-Welt mit YG und Zion Mar­ley starke junge Artists beschert. Der seinem Vater verblüf­fend ähn­lich sehende Zion hat erst kür­zlich in Bec­ca D’s Dead­ly Ses­sion im Rah­men der SXSW Lon­don geglänzt. Nicht nur mit Cov­erver­sio­nen seines Groß­vaters. Mit Tiken Jah Fakoly set­zt man ein poli­tis­ches State­ment. Mord­dro­hun­gen zwan­gen den Reg­gae-Sänger Anfang der 2000er von der Elfen­beinküste ins Exil nach Mali zu fliehen. Mit sein­er Musik knüpft er an die Mes­sage-Tra­di­tion der Roots Reg­gae Ära der 1970er Jahre an. So erhebt er seine Stimme gegen Kor­rup­tion, Neokolo­lial­is­mus, Ungerechtigkeit und Macht­miss­brauch jeglich­er Coleur. Mit Romain Vir­go, den viele in den Line-Ups dieser Sai­son ver­misst haben, ist ein­er der stärk­sten jamaikanis­chen Sänger der Gegen­wart vertreten. Nicht umson­st wird ihm nachge­sagt, in die Fußstapfen von Beres Ham­mond zu treten. Auch bei Romain vere­inen sich Tal­ent, Hits und Per­for­mance-Qual­itäten in ein­er Per­son.

Wer sich für ange­sagte Dance­hall-Pro­duc­er inter­essiert, kommt nicht um DJ Mac herum. Dem Leader of the New School, wie es in sein­er Ins­ta-Bio heißt. Mit dem in Kopro­duk­tion mit Crash Dum­my geza­uberten „WYFL“-Riddim wurde jüngst Dance­hall-Geschichte geschrieben. Das gle­ich­namige Album ver­sam­melt sat­te 45 Tunes. Wie er live aufgestellt ist, bleibt span­nend.

Der RRS ist auch dafür bekan­nt, bewusst europäis­che Acts mit einzubeziehen. Dies­mal sind das Skar­ra Muc­ci & Manudig­i­tal sowie Mil­lion Stylez – bei­de live eine sichere Bank. Beson­ders neugierig macht die franzö­sis­che Band The Har­bin­gerz. Ihnen ist es gelun­gen, Roots Reg­gae mit einem ganz eige­nen Twist und Spin zu verse­hen. Ihre Auftritte sind emo­tion­al aufge­laden, ihre Mes­sages tre­f­fen stets ins Schwarze. Eben­falls aus Frankre­ich stammt die mul­ti­kul­turelle Gruppe Kumbia Boru­ka, die eben Cumbia hochhält – gepaart mit Reg­gae, Dub und anderen karibis­chen Ein­flüssen. Sie vere­inen mexikanis­che, chilenis­che, argen­tinis­che und franzö­sis­che Roots.

Und wer darf beim RRS auf keinen Fall fehlen? Seid ehrlich, ihr wisst’s schon: Miwa­ta!

Auch dürfe euch nicht ent­gan­gen sein, dass das Pro­gramm des RRS 2026 wieder recht vielfältig ist. Und wenn dann noch die Tem­per­a­turen so sein soll­ten wie am 25. Juni, an dem dieser Text in Köln entste­ht, dann träume ich mich schon mal ins Naturfreibad, das eben­falls ein beson­der­er Teil des Fes­ti­vals ist.

Text: Ellen Köh­lings


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