Rototom Sunsplash 2026

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Line-Up

Major Laz­er, Shenseea, Pro­to­je, Alpha Blondy, Kyb­ba, Dub Inc, Lia Kali, Israel Vibra­tion, Queen Omega, Twin­kle Broth­ers, The Itals & The Roots Radics, Luciano, Biga*Ranx, Green­tea Peng, Mr. Vegas, Bush­man, Omar Per­ry, The Skatal­ites, Char­ly Black, Alpha Step­pa, Tony Mat­ter­horn, Black­board Jun­gle u.v.m.


Datum

16.–22. August 2026

Venue

Benicàs­sim, Spanien

Tickets

Gibt’s hier!


ORT DER RÜCKKEHR

Es gibt Fes­ti­vals. Und dann gibt es Orte, die irgend­wann zu einem fes­ten Punkt auf der men­tal­en Land­karte der glob­alen Reg­gae-Com­mu­ni­ty wer­den. Orte, zu denen Men­schen nicht ein­fach reisen, son­dern zurück­kehren. Jahr für Jahr. Aus Jamai­ka, Deutsch­land, Frankre­ich, Brasilien, Kenia, Japan oder Kana­da. Orte, an denen sich Sprachen, Kul­turen und Gen­er­a­tio­nen begeg­nen und für eine Woche dieselbe uni­verselle Sprache sprechen: Musik.

Willkom­men beim Roto­tom Sun­splash. Vom 16. bis 22. August 2026 ver­wan­delt sich das spanis­che Benicàs­sim erneut in die Haupt­stadt der weltweit­en Reg­gae-Kul­tur. Bere­its zum 31. Mal öffnet Europas größtes Reg­gae-Fes­ti­val seine Tore und beweist ein­mal mehr, warum es längst weit über die Gren­zen der Szene hin­aus bekan­nt ist.

Doch Roto­tom ist nicht ein­fach nur ein Musik­fes­ti­val. Es ist ein Kos­mos. Ein tem­poräres Dorf. Eine Utopie auf Zeit. Und vielle­icht der einzige Ort Europas, an dem man mor­gens ein­er Diskus­sion über Dekolonisierung lauschen, nach­mit­tags im Mit­telmeer baden, am frühen Abend sein Knowl­edge auf­frischen und nachts bis zum Son­nenauf­gang vor einem Sound Sys­tem tanzen kann. Passend zum diesjähri­gen Mot­to „The Place to Be“.

Hier geht es um mehr als Konz­erte. Roto­tom lebt von Begeg­nun­gen, Gesprächen, Ideen, Kun­st, Aktivis­mus und jen­em sel­te­nen Gemein­schafts­ge­fühl, das viele ver­sprechen, aber nur wenige erzeu­gen. Auch 2026 vere­int Benicàs­sim das Spek­trum jamaikanis­ch­er Musik unter ein­er Sonne.

Mit Pro­to­je zählt ein­er der wichtig­sten Vertreter des Reg­gae Revivals zu den Head­lin­ern. Shenseea ste­ht für inter­na­tionale Dance­hall-Pow­er, während Queen Omega aktuell zu den stärk­sten Stim­men der weltweit­en Reg­gae-Szene zählt. Major Laz­er Sound Sys­tem schlägt die Brücke zwis­chen Kingston, glob­aler Clubkul­tur und Fes­ti­val-Euphorie. Dazu kom­men Dub Inc, Biga*Ranx, Mr. Vegas, Mac­ka B, Israel Vibra­tion, The Skatal­ites mit Alpheus, Green­tea Peng, Lia Kali und zahlre­iche weit­ere Artists, die zeigen, wie lebendig, vielfältig und inter­na­tion­al Reg­gae 2026 klingt.

Doch diese beein­druck­ende Liste erzählt nur einen Teil der Geschichte. Denn während auf der Sun Stage große Namen auftreten, pulsiert das eigentliche Herz des Fes­ti­vals oft an ganz anderen Orten. In der Dub Acad­e­my rollen tiefe Bass­wellen durch die Nacht. In der Dance­Hall Are­na übernehmen Sound Sys­tems, Selec­tors, Sire­nen und Dancers das Kom­man­do. Auf der Jamkun­da Stage ver­schmelzen Afrobeats, Dance­hall, Funk und glob­ale Club­sounds zu einem Dia­log zwis­chen Kon­ti­nen­ten.

Und wer nah an den Artists dran sein möchte, sie von ein­er anderen Seite ken­nen ler­nen und sein Wis­sen über die Musik und Kul­tur ver­tiefen will, ist in der von RIDDIM gepow­erten Reg­gae Uni­ver­si­ty richtig. Andere zieht es ins House of Rasta­fari, in die Social Art Gallery, zu Work­shops in Pachama­ma oder ein­fach an den nahegele­ge­nen Strand, wo das Sun­Beach-Pro­gramm den Fes­ti­valgedanken direkt ans Mit­telmeer ver­längert.

Genau darin liegt die Einzi­gar­tigkeit des Roto­tom Sun­splash. Während viele Fes­ti­vals heute vor allem Enter­tain­ment liefern, ver­ste­ht sich Roto­tom weit­er­hin als kul­tureller Raum. Als Ort des Aus­tauschs. Als Exper­i­ment des Zusam­men­lebens. Vielle­icht ist genau das der Grund, warum Men­schen immer wieder nach Benicàs­sim zurück­kehren. Nicht wegen eines einzel­nen Head­lin­ers. Nicht wegen ein­er bes­timmten Bühne. Son­dern wegen dieses sel­te­nen Gefühls, Teil von etwas Größerem zu sein. Für eine Woche im August wird Roto­tom zu ein­er kleinen Welt für sich – getra­gen von Musik, Begeg­nun­gen und ein­er Bassline, die irgend­wo zwis­chen Mit­telmeer und Mor­gendäm­merung niemals ganz ver­s­tummt.


Text: Lisa John­son

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