REVIEW: The 18th Parallel – All Fruits Ripe

  • Reviews
  • 2 Minuten zum Lesen

The 18th Parallel – All Fruits Ripe

Fruits Records/Evidence Music

Text: Volk­er Barsch

Wenn The 18th Par­al­lel aus der Schweiz und Rober­to Sanchez aus Spanien aufeinan­dertr­e­f­fen, kann eigentlich nichts schiefge­hen. Hier sind Reg­gae-Con­nais­seure und handw­erk­liche Profis am Werk, denen es wie kaum jemand anderem gelingt, den Orig­i­nal-Roots-Sound mit seinem jazz­i­gen Unter­bau in die Jet­ztzeit zu trans­portieren. Ihre frucht­bare Zusam­me­nar­beit mün­dete zulet­zt in das spek­takuläre und enorm aufwendi­ge ”Roots Architects”-Projekt, an dem über 50 jamaikanis­che Musik­er beteiligt waren, die meis­ten davon mit Leg­en­den­sta­tus.

Auch die Auf­nah­men zu ”All Fruits Ripe” ent­standen über einen län­geren Zeitraum, in diesem Fall zwis­chen 2015 und 2025. The 18th Par­al­lel ver­trauen wieder ein­mal auf ihr bewährtes Show­case-For­mat: Sie präsen­tieren fünf Tracks mit jew­eils sep­a­rater Vocal- und Dub-Ver­sion sowie einen weit­eren Song als Extend­ed Mix, in dem die Vocal- direkt in die Dub-Ver­sion überge­ht.

Im Open­er wird Mic­ah She­ma­iah gefea­turet, dessen her­vor­ra­gende Alben ”Roots I Vision” und ”Jamaica Jamaica” bere­its von The 18th Par­al­lel pro­duziert wur­den. Und auch in ”To Be Free” gehen She­ma­iahs markan­ter Bari­ton und die fil­igrane Vir­tu­osität der Musik­er eine per­fek­te Sym­biose ein.

In ”Guid­ing Star” beweist Roots-Vet­er­an Rod Tay­lor, dass er auch mit fast 70 Jahren nichts ver­lernt hat, während Vars ”Let Thy King­dom Come” vor allem im Refrain etwas schw­er­fäl­lig wirkt, auch wenn der ein­stige Pen­ta­teuch-Front­man und ”Inna di Yard”-Artist wie gewohnt mit viel Hingabe singt.

Sehr sou­veräne Auftritte absolvieren Urgestein Kei­th Rowe (von Kei­th & Tex) in ”Love Gets Sweet­er”, der aus dem Parish Port­land stam­mende Ras­ta-Sänger Itral Ites im gut flowen­den ”No More Will I Roam” sowie Hezron im Extend­ed Track ”Keep On Keep­ing On”.

In den exzel­len­ten Dub-Ver­sio­nen kann man sich auf die Fein­heit­en der Arrange­ments konzen­tri­eren, v.a. Per­cus­sion, Bass und Bläs­er kom­men hier noch ein­mal ganz anders zur Gel­tung.

Fruits-Records-Mas­ter­mind Math­ias Liengme hat alle Tracks pro­duziert und sämtliche Tas­tenin­stru­mente einge­spielt, während Rober­to Sanchez für den Mix ver­ant­wortlich zeich­net. Aufgenom­men wurde im Mix­ing Lab und im Small World Stu­dio in Kingston, in den Gen­fer Stu­dios Bridge und Evi­dence, im Lon­don­er Ari­wa sowie in Sanchez‘ A‑Lone Ark Muzik Stu­dio im nordspanis­chen San­tander, in erster Lin­ie mit Musik­ern von The 18th Par­al­lel und Sanchez‘ Lone Ark Rid­dim Force. Zu den Gast­musik­ern zählen lebende Leg­en­den wie Leroy ”Horse­mouth” Wal­lace und die mit­tler­weile lei­der ver­stor­be­nen Dal­ton Browne und Scul­ly Sims.

Unterm Strich fügen The 18th Par­al­lel ihrem Kat­a­log mit ”All Fruits Ripe” eine weit­ere feine Roots-Show­case-Com­pi­la­tion hinzu.


Riddim Newslettah

Choose your lan­guage:

We don’t send spam, find out more in our Pri­va­cy State­ment.

Schreibe einen Kommentar